Nachhaltiges Handeln: Verantwortung in der Wertschöpfung

Produktion und Logistik

Produktion

Bayer betreibt Produktionsanlagen an mehr als 130 Standorten in 34 Ländern. Sicherheit beim Betrieb unserer Anlagen, für unsere Beschäftigten, die Umwelt und die Nachbarschaft unserer Werke hat dabei hohe Priorität. Zur Steuerung der entsprechenden Prozesse nutzen wir unsere Managementsysteme für die Bereiche Gesundheit, Sicherheit, Umweltschutz und Qualität ( HSEQ (Health, Safety, Environment, Quality) Englische Abkürzung für Gesundheit, Sicherheit, Umweltschutz und Qualität. ). Dabei gehen wir in unserem Engagement über gesetzliche Vorgaben hinaus. Bei Investitionsvorhaben von mehr als 10 Mio. € nehmen wir eine freiwillige ökologische Beurteilung vor. Bei Unternehmenszukäufen überprüfen wir, ob an den Produktionsstandorten die geltenden Umwelt- und Arbeitsschutzbestimmungen sowie grundlegende Arbeitnehmerrechte eingehalten werden. Neue Produktionsstandorte dürfen nicht in Gebieten errichtet werden, die hinsichtlich natürlicher Eigenart, biologischer Vielfalt oder anderer Aspekte gesetzlich geschützt sind.

Online-Ergänzung: A 1.4.2.2-1

eingeschränkt geprüft

Wenige Produktionsstandorte nah an Schutzgebieten

Bei einem Koordinatenabgleich zwischen unseren Produktionsstandorten und international anerkannten Schutzgebieten (ASEAN Heritage, Barcelona Convention, UNESCO-MAB Biosphere Reserve, Wetlands and World Heritage Convention und die Ramsar-Konvention) identifizierten wir drei Standorte, die im Umkreis von drei Kilometern von diesen Gebieten entfernt liegen. Dabei handelt es sich um die Schutzgebiete „Blesbokspruit“, Südafrika, die Moreton Bucht, Australien, sowie „Reserva Costa Atlantica Tierra del Fuego“ (Atlantik-Küste von Feuerland), Argentinien. Keiner unserer überprüften Standorte lag dabei direkt in einem der genannten Schutzgebiete.

Im Rahmen des konzernweiten Krisenmanagements verfügt Bayer über ein weltweit gültiges Frühwarnsystem: das Notfall-Meldesystem „Bayer Emergency Response System“.

Online-Ergänzung: A 1.4.2.2-2

eingeschränkt geprüft

Eine Konzernregelung sorgt für ein weltweit geltendes Standardverfahren zur Erfassung und Meldung außergewöhnlicher Ereignisse, wie z. B. die Gefährdung der Sicherheit unserer Mitarbeiter, Anlagen oder Betriebe, und regelt das Krisenmanagement des Bayer-Konzerns. Die Bearbeitung eines solchen Ereignisses fällt in die Zuständigkeit der lokalen Krisenorganisation bzw. der lokalen Gefahrenabwehr. Hierfür sind an den Standorten bzw. in den Ländern organisatorische Vorkehrungen mit festgelegter Verantwortung und Vorgehensweise implementiert, in die wir – je nach Situation – Geschäftspartner und unser Standortumfeld einbinden.

Wir arbeiten an unseren Produktionsstandorten kontinuierlich daran, durch höhere Flexibilität und den Ausbau von Kapazitäten schneller auf Marktentwicklungen zu reagieren. Dafür investieren wir in unser weltweites Produktionsnetzwerk.

Pharmaceuticals und Consumer Health

Beide Segmente betreiben weltweit eigene Produktionsstätten, an denen Wirkstoffe hergestellt sowie Formulierungs- und Verpackungsleistungen für das Produktportfolio erbracht werden.

Sowohl Pharmaceuticals als auch Consumer Health investieren kontinuierlich in ihr globales Produktionsnetzwerk. Durch das aktuell mit insgesamt rund 800 Mio. € größte Investitionsprogramm von Pharmaceuticals werden an den deutschen Standorten Wuppertal und Leverkusen Produktionskapazitäten zur Herstellung von Hämophilie-A-Präparaten aufgebaut. Das größte Investitionsprojekt von Consumer Health ist mit ca. 50 Mio. € im Jahr 2017 der mehrjährige Um- und Ausbau des Produktionsstandorts Majinpu, China.

Strategische Investitionen in Sachanlagen Pharmaceuticals & Consumer Health

Herstellkapazitäten für rFaktor-VIII-Therapien in Wuppertal (Elberfeld) und Leverkusen, Deutschland

Erweiterung von Laborkapazitäten für Forschung und Entwicklung in Wuppertal, Deutschland

Modernisierung von Forschungseinrichtungen in Berlin, Deutschland

Modernisierung der Standort-Infrastruktur in Wuppertal, Deutschland

Modernisierung der Produktion in Leverkusen, Deutschland

Neubau eines Forschungsgebäudes in Wuppertal (Aprath), Deutschland

Erweiterung der Herstellkapazitäten für Eylea™ in Berlin, Deutschland

Umbau und Ausbau des Produktionsstandorts in Majinpu, China

Herstellkapazitäten für neue rFaktor-VIII-Therapien in Wuppertal (Elberfeld) und Leverkusen, Deutschland

Erweiterung von Laborkapazitäten für Forschung und Entwicklung in Wuppertal, Deutschland

Modernisierung von Forschungseinrichtungen in Berlin, Deutschland

Modernisierung der Standort-Infrastruktur in Wuppertal und Leverkusen, Deutschland

Erweiterung der Produktionskapazitäten in Beijing, China

Erweiterung Qualitätskontrolle Biologika in Berkeley, USA

Umbau und Ausbau des Produktionsstandorts in Majinpu, China

Crop Science

Die Pflanzenschutzprodukte von Crop Science werden überwiegend in eigenen Produktionsstätten hergestellt. Zahlreiche dezentrale Formulier- und Abfüllstandorte ermöglichen es, schnell auf die Bedürfnisse der lokalen Märkte zu reagieren. Dort werden die Wirkstoffe entsprechend den lokalen Anforderungen und den Anwendungsgebieten weiterverarbeitet, konfektioniert und verpackt. Die Produktion von Saatgut erfolgt kundennah in Europa, Asien, Nord- und Südamerika, entweder in eigenen landwirtschaftlichen Betrieben oder über Vertragsanbau.

Zwischen 2014 und 2017 investierten wir insgesamt rund 2,5 Mrd. € in Sachanlagen, um der höheren Nachfrage nach Pflanzenschutzmitteln und Saatgut gerecht zu werden. Dazu gehörten Investitionen sowohl in den Ersatz und die Erweiterung von Produktionskapazitäten als auch in Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen. Hier lag der Schwerpunkt vor allem auf den USA, Deutschland und Indien und bei der Ausweitung unseres Netzwerks von Zuchtstationen für verschiedene Kulturen insbesondere auf den Niederlanden und Brasilien.

Strategische Investitionen in Sachanlagen Crop Science

2017

Kapazitätserweiterungen für die Herbizid-Produktion in Muskegon, Michigan, und Mobile, Alabama, USA, sowie Frankfurt und Knapsack, Deutschland

Aufbau einer Produktionsanlage für Insektizide in Dormagen, Deutschland

Ausbau der Produktionskapazitäten für Fungizide in Dormagen, Deutschland

Ausbau von Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen in Monheim, Deutschland

Aufbau von Zuchtstationen für verschiedene Pflanzenarten weltweit

Ausbau von Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen in Raleigh, USA

Erweiterung der Produktions- und Forschungs-Gewächshäuser in Nunhem, Niederlande

Aufbau einer Produktionsanlage für Fungizide in Kansas City, USA

Erweiterung der Produktionskapazität für Insektizide in Vapi, Indien

2016

Kapazitätserweiterungen für die Herbizid-Produktion in Muskegon, Michigan, und Mobile, Alabama, USA, sowie Frankfurt und Knapsack, Deutschland

Aufbau einer Produktionsanlage für Insektizide in Dormagen, Deutschland

Ausbau der Produktionskapazitäten für Fungizide in Dormagen, Deutschland

Ausbau von Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen in Monheim, Deutschland

Aufbau von Zuchtstationen für verschiedene Pflanzenarten weltweit

Ausbau von Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen in Raleigh, USA

Animal Health

Die Wirkstoffe für Animal-Health-Produkte beziehen wir sowohl von internen als auch weltweit von externen Lieferanten. Die Herstellung unserer global vermarkteten Tierarzneimittel erfolgt überwiegend an den Standorten in Kiel, Deutschland, und Shawnee, USA.

Im Geschäftsjahr gab es am Standort Kiel erste Investitionen im Zusammenhang mit einem größeren, mehrjährigen Standortausbau über insgesamt rund 90 Mio. € bis zum Jahr 2021. In Kiel stellen wir etwa 60 % aller unserer weltweit vertriebenen Animal-Health-Produkte her.

Effiziente Logistikkonzepte umgesetzt

Logistik bei Bayer umfasst neben Transport und Lagerhaltung von Waren die gesamte Steuerung und Kontrolle aller Güterflüsse und Logistikdaten für den Konzern. Wir arbeiten kontinuierlich an der Entwicklung von Logistikkonzepten, die Sicherheit- und Umweltaspekte sowie Kosten berücksichtigen. Zu den Schwerpunkten im ökologischen Bereich gehört die Reduzierung der CO2-Emissionen, beispielsweise durch eine Verringerung der Lufttransporte sowie die Nutzung von Logistikkonzepten, die Schienen- und Wasserwege einbeziehen.

Transportwege

Transportwege (Tortendiagramm)

Die Logistikorganisation arbeitet nach weltweit gültigen Managementsystemen und Richtlinien. Für Lager- und Transportleistungen nutzen wir sowohl interne Kapazitäten als auch externe Logistikpartner. Diese werden von Bayer anhand strenger Sicherheits-, Umwelt- und Qualitätskriterien ausgewählt. Neben der Konzernfunktion „Corporate Supply Chain“ verfügt jedes Segment über eigene Logistikbereiche, die auf die Besonderheiten des jeweiligen Geschäftsmodells und der Produkte ausgerichtet sind.

Vergleich zum Vorjahr